Am vierten Spieltag der Saison empfing die dritte Mannschaft des Naumburger SV die erste Mannschaft von Roland Weißenfels. Anders ausgedrückt, es empfing der Tabellenfünfte den punktgleichen Tabellenvierten.

Auch der Vergleich der Wertzahlen bestimmte vor diesem Spieltag keinen Favoriten. Sowohl die Naumburger, als auch die Weißenfelser waren jeweils an zwei Brettern besser besetzt, bei vier Brettern saßen sich gleichwertige Gegner gegenüber. Relativ frühzeitig griff Uwe Redlich mit seinem Springer die gegnerische Dame an. Leider übersah er, dass auch ein Springer des Gegners mit einem Schachgebot sich so positionieren konnte, dass das Matt folgerichtig und unabwendbar war. Andreas Kunz tat sich in der Eröffnung etwas schwer. Die Stellungsvorteile seines Gegners konnten durchaus spielentscheidend werden. Es gelang ihm aber, sich besser zu positionieren und eine Punkteteilung zu erreichen. Auch Bernhard Schmidt-Seifert hatte es nicht geschafft, sich einen entscheidenden Vorteil zu erarbeiten. Immerhin beendete er seine Partie mit Remis und konnte damit einen halben Punkt für das Mannschaftsergebnis beisteuern. Relativ früh gelang es Simeon Scharf einen Bauern zu erobern. Seiner Taktik folgend, wurden alle Offiziere auf dem Brett abgetauscht. Es blieb der Mehrbauer übrig und durch Zugzwang gelang es ihm, diesen Bauern auf das Umwandlungsfeld vordringen zu lassen, was die Aufgabe seines Gegners erzwang. Lange Zeit lag viel Spannung auf dem Brett von Vinzenz Mehner. Zweieinhalb Stunden hatte keiner der Kontrahenten einen Offizier geschlagen. Doch dann gelang es dem Gast, zwei Bauern zu erobern, die spielentscheidend werden sollten. Uwe Romberg baute sich solide auf, das gleiche tat sein Gegner. Ein hohes Risiko wollte weder der Naumburger, als auch der Weißenfelser eingehen und die Punkteteilung war folgerichtig. Die eigentliche Spannung gab es an diesem Spieltag am Brett 1 zu erleben. Steffen Kluge hatte den haushohen Favoriten Stanislav Murzin als Gegenüber. Die Sensation lag in der Luft, denn bis zur Zeitkontrolle konnte der Gast keinen Vorteil erzwingen. Auch schaffte er das Zeitlimit gerade so oder anders ausgedrückt mit Ach und Krach. Seine Favoritenrolle unterstrich er dann doch noch in der Verlängerung, als er seine ganze Routine in die Waagschale werfen und den Sieg mit nach Weißenfels nehmen konnte. Damit ging die schönste und spannendste Partie dieser Begegnung zu Ende. Jetzt führten die Weißenfelser mit Uneinholbarem 4,5 zu 2,5. Am letzten Brett, an dem noch gespielt wurde, hatte Ines Weißenburg ein hoffnungsvolles Talent aus der Schuhstadt als Gegner. Ihr gelang es zwischenzeitlich einen Bauern zu erobern. Der Kampf um diese Figur war letztendlich spielentscheidend. Als die Überlegenheit des Naumburgerin immer größer wurde und der Sieg unausweichlich, gab der Gast auf. Die dritte Mannschaft des Naumburger SV trennte sich von Roland Weißenfels mit 3,5 zu 4,5 und rutschte damit auf den 8. Platz der Tabelle. Volle Konzentration ist nun zwingend notwendig, wenn es am nächsten Spieltag um Punkte in Halle geht.

 

Einzelergebnisse:

 

 

 

 

Naumburger SV III

1587

3.5 : 4.5

Roland Weißenfels

1602

1

Kluge,Steffen

1876

0 - 1

Murzin,Stanislav

2031

2

Redlich,Uwe

1608

0 - 1

Weber,Norbert

1650

3

Kunz,Andreas

1573

0.5 - 0.5

Voigt,Dietmar

1635

4

Mehner,Vinzenz

1588

0 - 1

Schellbach,Heinz

1535

5

Romberg,Uwe

1514

0.5 - 0.5

Rudminat,Peter

1553

6

Scharf,Simeon

1480

1 - 0

Schiller,Uwe

1464

7

Schmidt-Seifert,Bernhard

1518

0.5 - 0.5

Locker,Wolfgang

1475

8

Weißenburg,Ines

1536

1 - 0

Meißel,Maximilian

1473

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