Schachbund News
Schach Nachrichten
-
John von Neumann und das Los Alamos Schach
Vor 33 Jahren narrte ein Mann die Organisatoren des World Opens in Philadelphia. Er nannte sich John von Neumann, war in der Schachwelt bis dato völlig unbekannt, spielte aber sehr stark. Als der Schiedsrichter den Erfolg des Unbekannten untersuchen wollte, verschwand dieser "John von Neumann". Roger Lorenz stellt in seinem Beitrag den echten John von Neumann und das Los Alamos Schach vorvor. | Foto: Quelle: By Los Alamos National Laboratory - https://discover.lanl.gov/news/0412-maniac/, Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=133903600
-
Erstes Double der Vereinsgeschichte für den SC Viernheim
Der SC Viernheim hat das Double gewonnen. Nach der Deutschen Meisterschaft im April in Berlin siegte der Schachclub aus Südhessen am 31. Mai auch im Finale des Deutschen Mannschaftspokals. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gelang beides in einer Saison. 2024 war der SC Viernheim erstmals Deutscher Mannschaftsmeister geworden, 2025 folgte der erste Pokalsieg. Nun, in der Saison 2025/26, gingen beide Titel nach Viernheim. Die Bundesligaserie hatte der SC Viernheim mit einer makellosen 30:0-Bilanz abgeschlossen. Der Pokalsieg komplettiert nun eine außergewöhnliche Saison. | Titelfoto: SCV-Urgestein Shakhriyar Mamedyarov (3.v.l.) mit dem Pokal, umrahmt von (v.l.) Schiedsrichter Andreas Junk, Jan-Kzysztof Duda, Marco Dobrikov, Mannschaftsbetreuer Stefan Spiegel, Parham Maghsoodloo und Frank Strozewski (SV Erkenschwick). | Fotos: SV Erkenschwick / Christian Hoffmann
-
Europameisterschaft der Frauen 2026 - Live!
Sabrina Vega Gutierrez ist die alleinige Spitzenreiterin nach Runde 8. Sie hat sieben Punkte auf ihrem Konto und damit einen halben Punkt Vorsprung auf Eline Roebers und Anastasiia Hnatyshyn. Beste Deutsche ist Dinara Wagner, die in Runde 8 gegen Jana Schneider gewann. Auch in Runde 9 kommt es zu einem deutschen Duell: Hanna Marie Klek trifft auf Josefine Safarli. Der Kampf um den Europameistertitel wird vom 25. Mai bis zum 5. Juni in Batumi ausgetragen. | Foto: Matthias Muth | Live mit Kommentar ab 13 Uhr
-
Norway Chess, Runde 8: Carlsen in der Krise
Magnus Carlsen sucht beim Norway Chess Turnier in Oslo weiter nach seiner Form. In Runde 8 verlor er mit Weiß in der klassischen Partie gegen Praggnanandhaa und erlitt damit seine vierte Niederlage in acht Runden. Alireza Firouzja gewann in der klassischen Partie gegen Gukesh und liegt jetzt zwei Runden vor Schluss und vor dem heutigen Ruhetag nur noch einen Punkt hinter Spitzenreiter Wesley So, der gegen Vincent Keymer erst Remis spielte und dann im Armageddon gewann. | Foto: Norway Chess / Michal Walusza
-
Schachbundesliga 2026/27: Der neue Spielplan mit nur fünf Bundesligawochenenden
Nur sechs Wochen nach dem großen Finale in Berlin gibt es den Spielplan für die nächste Saison. Und er wartet mit einer wichtigen Neuerung auf: In Zukunft wird es fünf Spielwochenenden geben. An den ersten vier Terminen Spielen immer jeweils vier Mannschaften am Freitag, Samstag und Sonntag jeder gegen jeden. Die letzten drei Runden finden zentral statt. Ausrichter der Zentralen Endrunde wird vom 2. bis 4. April der SC Heimbach-Weis-Neuwied sein.
-
Norway Chess Women: Assaubayeva gewinnt in klassischer Partie gegen Zhu und führt
Bibisara Assaubayeva baute ihre Führung bei den Norway Chess Women mit einem Sieg in der klassischen Partie gegen Zhu Jiner weiter aus. Es war ihr zweiter Dreipunktesieg im Turnier. Divya Deshmukh verpasste die Chance, in der klassischen Partie mit der Führenden Schritt zu halten mit einem Remis gegen Humpy Koneru. Sie gewann aber die Entscheidungspartie im Armageddon. Anna Muzychuk besiegte Ju Wenjun ebenfalls im Tiebreak und belegt nun den alleinigen dritten Platz. Assaubayeva trifft in der achten Runde auf die zweitplatzierte Deshmukh. | Foto: Norway Chess / Michal Walusza
-
Niemann und Nepomniachtchi spielen 4:4
Das in Belgrad ausgetragene „Grudge Match“ zwischen Hans Niemann und Ian Nepomniachtchi endete 4:4. Der Russe ging in Runde 1 in Führung, Niemann glich nach sechs Punkteteilungen in der letzten Partie aus. | Foto: Endgame AI auf X
-
Europameisterschaft der Frauen: Die Serie ist gerissen – Hnatyshyn verliert gegen Arabidze
Am Spitzenbrett der siebten Runde der Europameisterschaft der Frauen 2026 in Batumi besiegte die Europameisterin von 2023, Meri Arabidze (Titelfoto links), die 15-jährige Anastasiia Hnatyshyn und beendete damit die Siegesserie des ukrainischen Nachwuchsstars. Arabidze zog in der Tabelle gleich mit der Besiegten. Dritte Führende ist Sabrina Vega Gutierrez nach ihrem Sieg gegen Ulviyya Fataliyeva. Bestplatzierte DSB-Spielerin ist Jana Schneider auf Rang 20 mit 5 Punkten. Sie überholte mit ihrem Sieg die noch ungeschlagene Dinara Wagner, die wie Fiona Sieber und Hanna Maria Klek 4,5 Punkte auf dem Konto hat. | Fotos: Europäischer Schachverband
-
Norway Chess: Praggnanandhaa brilliert gegen Firouzja
Für den Zug des Tages in Runde 7 des Norway Chess Turniers sorgte Praggnanandhaa, der gegen Alireza Firouzja mit einem überraschenden Turmopfer gewann. Spitzenreiter bleibt Wesley So, obwohl er im Armageddon gegen Gukesh verlor. Vincent Keymer und Magnus Carlsen trennten sich in einer interessanten klassischen Partie Remis, aber im Armageddon kam Carlsen dann zu einem Remis mit Schwarz und sicherte sich den Sieg. | Foto: Norway Chess / Michal Walusza
-
Die FIDE-Weltrangliste vom Juni 2026
Bewegung auf den ersten drei Plätzen der Weltrangliste: Nakamura und Caruana büßten beim Kandidatenturnier beide Punkte ein, da Nakamura deutlich mehr verlor, fiel er wie Caruana unter die 2800er-Marke. Im Mai gelang es Caruana, 4 Punkte zu gewinnen und mit Nakumara gleichzuziehen. Caruana wird nun auf 2, Nakamura auf 3 geführt. Carlsen kämpft zurzeit in Norwegen unter anderem darum, keine Elopunkte zu verlieren. Auf den Rängen vier bis sieben folgen Sindarov, Abdusattorov, Keymer und Giri. Hou Yifan ist nach wie vor die Nummer 1 der Frauen, Weltmeister Gukesh der beste U20-Spieler. Anna Shukman ist die neue Nummer eins beim weiblichen Nachwuchs. Kurios: In der Top 100 der deutschen Frauen werden die Schwestern Tamila und Michelle genau wie ihre Mutter Elena Trunz mit je 2098 Punkten auf den Rängen 35 bis 37 geführt. Nummer 1 ist Dinara Wagner.
-
Elham Amar verteidigt Titel beim Münchener Pfingst-Open
Mit einer dramatischen Schlussrunde endete am Donnerstag das Internationale Pfingst-Open des Münchner Schachfestivals. 65 internationale Titelträger aus 25 Nationen sorgten für ein stark besetztes Turnier, in dem die Entscheidung erst in den letzten Partien fiel. Turnierdirektor Sebastian Siebrecht berichtet. | Fotos: Sebastian Siebrecht
-
DJEM in Willingen: Die neuen Deutschen Jugendmeister stehen fest
Tausende Partien sind gespielt und die Teilnehmer inzwischen abgereist. Wieder einmal hat sich Willingen als Hochburg des deutschen Jugendschachs bewährt. Eine tolle Deutsche Jugendeinzelmeisterschaftswoche geht zu Ende und viele neue deutsche Meister und Meisterinnen wurden gekürt. Kurios: Mit Yueyi und Yuefan Chen wurden sogar zwei Schwestern Deutsche Meisterinnen. | Fotos: Nils Rohde / Veranstalter
-
Norway Chess, Runde 6: Keymer kommt zu erstem Sieg
Die erste Hälfte des Norway Chess Turniers in Oslo lief nicht gut für Vincent Keymer: In den fünf klassischen Partien vergab er zahlreiche gute Chancen und in den Armageddon-Partien musste er fünf Niederlagen hinnehmen. Doch in Runde 6 kam er gegen Gukesh zu seinem ersten Sieg: Keymer kam gegen den Weltmeister nach zurückhaltendem und unorthodoxem Beginn bald in Vorteil, und dieses Mal nutzte er seine Chance und gewann überzeugend. Magnus Carlsen gewann mit Weiß gegen Tabellenführer Alireza Firouzja, und so konnte Wesley So sich mit einem Sieg gegen Praggnanandhaa an die Spitze setzen. | Foto: Norway Chess / Michal Walusza
-
Frauen-EM in Batumi: DSB-Frauen solide – Safarli profitiert
Die deutschen Damen haben am Samstag vor dem einzigen Ruhetag bei der Frauen-EM eine ruhige sechste Runde erlebt. Die einzige entschiedene Partie fiel zugunsten von Josefine Safarli aus. Sie gewann gegen Aleksandra Maltsevskaya. Nach Runde 6 bilden Josefine Safarli, Dinara Wagner und Jana Schneider die deutsche Spitze bei der Europameisterschaft der Frauen mit je 4 Punkten. | Foto: Matthias Muth
-
Norway Chess, Frauenturnier: Deshmukh kämpft sich an Tabellenspitze
Divya Deshmukh gelang in Runde 5 ein Sieg mit Schwarz in der klassischen Partie gegen Zhu Jiner, was ihr erlaubte an der bisherigen Tabellenführerin Bibisara Assaubayeva vorbeizuziehen. Assaubayeva selbst spielte Remis gegen Anna Muzychuk und unterlag ihr in der Armageddon-Partie. Deshmukh führt das Feld mit 8,5 Punkten an, gefolgt von Assaubayeva mit 8 Punkten. Im Duell zwischen Ju Wenjun und Koneru Humpy gewann Humpy in der Armageddon-Partie. | Foto: Norway Chess / Michal Walusza
-
Duell in Warschau: Judit Polgar gegen Finanzminister Andrzej Domanski
Wie stark ist der polnische Finanzminister? Am Dienstag, dem 5. Mai 2026, fand am Rande des Super Rapid- und Blitzschachturniers in Warschau ein ganz besonderes Ereignis statt. Der polnische Finanz- und Wirtschaftsminister Andrzej Domanski traf die Schachlegende Judit Polgar. Sie erörterten, wie Schach für alle zugänglich gemacht werden kann. Im Anschluss an das Gespräch spielten sie eine Partie. Sehen Sie sich die Begegnung an und überzeugen Sie sich selbst von der Stärke des Ministers! | Foto: ChessBase India
-
Norway Chess: Firouzja punktet gegen Keymer, Carlsen unterliegt So
Alireza Firouzja schaffte es erst in der Armageddon Entscheidung, gegen Vincent Keymer zu gewinnen. Damit steht Firouzja nach Runde 5 bei 10 Punkten. Sein direkter Verfolger, Wesley So, besiegte Magnus Carlsen in der klassischen Partie. Mit 8,5 Punkten befindet sich So auf Platz 2. Mit einem halben Punkt Vorsprung auf Praggnanandhaa Rameshbabu befindet sich Gukesh Dommaraju auf Platz 3 mit 6,5 Punkten. Auch Gukesh erreichte den Sieg gegen Praggnanandhaa in der klassischen Partie. | Foto: Norway Chess / Michal Walusza
-
ChessBase´26 – Einsteigertipps Teil 17: Ihr eigenes Brettdesign auswählen
Nach den vielen Analysetipps der letzten Wochen geht es dieses Mal einfach nur um die Ästhetik! Ganz unwichtig ist das aber nicht, denn schließlich verbringen Sie viel Zeit mit ChessBase´26 – dann soll die Optik doch auch ansprechend sein und Ihrem Geschmack entsprechen. Entdecken Sie also, wie Sie „Ihr Brett“ genau so gestalten, wie es Ihnen angenehm ist.
-
Batumi: Hnatyshyn hält sich Konkurrenz auf Abstand
Auch mit den Ergebnissen von Runde 6 hält Anastasiia Hnatyshyn die 100% bei der Frauen-Europameisterschaft aufrecht. Gegen Oliwia Kiolbasa brachte sie all ihre Figuren in den Angriff und stürmte dann den gegnerischen Königsflügel. Auf Platz 2 bis Platz 4 befinden sich Sabrina Vega Gutierrez, Ulviyya Fataliyeva und Meri Arabidze mit je 5 Punkten. Mit Remis von Dinara Wagner und Jana Schneider und einem Sieg von Josefine Safarli befindet sich die deutsche Spitze auf den Plätzen 9, 17 und 22 mit je 4 Punkten. | Foto: Europäischer Schachverband
-
Frisch rezensiert: Harald Schneider-Zinner – Die Strategieschule Band 8 – Offener Sizilianer
Mit „Die Strategieschule Band 8 – Eröffnungen verstehen: Offener Sizilianer“ setzt Harald Schneider-Zinner seine inzwischen etablierte Trainingsreihe bei ChessBase fort. Nach den vorherigen Bänden widmet sich der achte Teil nun einer der komplexesten, dynamischsten und zugleich lehrreichsten Eröffnungslandschaften des modernen Schachs. Gegenstand des aktuellen Bands ist der offene Sizilianer. Der Kurs erschien im Februar 2026 und umfasst über siebeneinhalb Stunden Videomaterial, zahlreiche kommentierte Musterpartien sowie interaktive Übungen. Lukas Köpl hat den Fritz-Trainer untersucht und seine Erkenntnisse in einer Rezension zusammengefasst.
