Schach International
Schach Nachrichten
-
Woodward gewinnt das Tata Challengers vor Ivanchuk
Andy Woodward ging als geteilter Spitzenreiter mit Aydin Suleymanli in die letzte Runde. Doch der 15-Jährige US-Amerikaner und der 20-jährige Aserbaidschaner spürten den Atem vom Routinier Vasyl Ivanchuk im Nacken. Woodward zeigte aber erstaunliche Ruhe und große spielerische Klasse: Er gewann seine letzte Partie. Da Suleymanli zeitgleich gegen Velimir Ivic verlor, sicherte sich Woodward mit famosen 10 von 13 Punkten den Titel und den Platz im Tata Masters 2027. Ivanchuk gewann auch und wurde Zweiter. | Fotos: Lennart Ootes
-
Ein souveräner Abschluss: Christian Glöckler gewinnt Qualifiers mit 8,5 aus 9
Christian Glöckler zeigte im Qualifiers in Wijk eine beeindruckende Leistung und stand bereits eine Runde vor Schluss als Sieger fest. In der neunten und letzten Runde des Turniers gelang ihm noch ein weiterer Sieg. Er überspielte Tim Grutter mit bemerkenswerter Leichtigkeit und kam am Ende auf 8,5 Punkte aus 9 Partien und eine Elo-Performance von 2851. 2027 darf er im Challengers spielen. | Foto: Lennart Ootes
-
Wijk: Abdusattorov wird Tata Steel Champion, Keymer remisiert gegen Gukesh
Nodirbek Abdusattorov konnte seine Konkurrenz aus eigener Kraft hinter sich lassen: In Runde 13 gewann er gegen Arjun Erigaisi. Mit diesem Sieg wird er Tata Steel Chess Champion 2026, mit 9 aus 13. Deutschlands Nummer 1 Vincent Keymer spielte mit Schwarz gegen Gukesh. Mit dem Remis erreicht Keymer den geteilten Platz 3 mit 7,5 Punkte. Kandidatenturnier-Teilnehmer Matthias Blübaum ging in eine Variante, die Sekundant Rasmus Svane 2025 bereits auf dem Brett hatte, und wickelte so in ein Remis gegen Erdogmus ab (beide Platz 6 mit 7 Punkten). | Foto: Lennart Ootes / Tata Steel Chess Tournament
-
Qualifiers: Vorzeitiger Turniersieg für Christian Glöckler
Nachdem Christian Glöckler in Runde 7 des Qualifiers in Wijk aan Zee einen halben Punkt gegen Machteld Van Foreest abgeben musste, kam es in Runde 8 wieder zum Sieg für den deutschen Nachwuchsspieler. Sein direkter Verfolger Henry Edward Tudor teilte sich die Punkte mit seinem Gegner Sohum Lohia, wodurch Tudor (6 Punkte) Glöckler (7,5 Punkte) nicht mehr einholen kann. Glöckler steht vor Runde 9 bei einer Turnierleistung von 2852. | Foto: Lennart Ootes
-
Wijk, Runde 13 - live!
Die letzte Runde des Tata Steel Chess Tournaments in Wijk aan Zee steht an! Im Masters können noch Abdusattorov (8 Punkte), Sindarov (7,5 Punkte) , Keymer, Niemann und Van Foreest (jeweils 7 Punkte) um den Turniersieg kämpfen. Für Vincent Keymer steht die Partie gegen Gukesh an. Blübaum teilt sich zurzeit die Platzierung mit Erdogmus (6,5 Punkte), gegen den er in der letzten Runde auch antreten muss. Im Challengers spielen Suleymanli, Woodward (beide 9 Punkte) und Ivanchuk (8,5 Punkte) um die Tabellenführung. Faustino Oro tritt in der letzten Runde gegen MarcAndria Maurizzi an. Die letzte Runde beginnt zwei Stunden vor der üblichen Spielzeit | Live mit Kommentaren ab 12 Uhr | Foto: Lennart Ootes
-
Ellis Schatztruhe - Es geht noch extremer mit Robert Ris
Elli stellt den ChessBase-Trainingskurs „Extreme Calculation“ von Robert Ris vor, und diesmal geht es im Vergleich zur letzten Folge auf noch höherem Niveau weiter. Arne versucht, eine einzige, extrem anspruchsvolle Position komplett im Kopf zu berechnen – ein Prozess, der gut und gerne über 20 Minuten dauern kann. Die Lektion zeigt eindrucksvoll: Reine Variantenberechnung entsteht nicht über Nacht, sondern nur durch konsequentes, langfristiges Training.
-
Frisch rezensiert: Ein starkes 1.e4-Repertoire
Der junge FIDE-Meister Bahne Fuhrmann vom Hamburger SK hat den neuen Videokurs von Harshit Raja unter die Lupe genommen. In seiner Rezension geht er auf die Analysen des indischen GM zu seinem umfassenden e4-Repertoire ein und erklärt, was der Zuschauer alles an die Hand bekommt, um künftig ohne zu zögern mit 1.e4 zu eröffnen.
-
Challengers: Suleymanli und Woodward punktgleich vor der letzten Runde
Nach Runde 12 befinden sich Aydin Suleymanli und Andy Woodward mit jeweils 9 Punkten an der Tabellenspitze des Challengers. Auch Vasyl Ivanchuk hat mit 8,5 Punkten noch Chancen auf den Turniersieg. Maurizzi ist durch seinen Verlust gegen Suleymanli raus aus dem Rennen um Platz 1. Carissa Yip verpasst die Chance auf die dritte GM-Norm durch den Verlust gegen Daniil Yuffa und Eline Roebers erzielte ihren zweiten Punkt durch Sieg gegen Miaoyi Lu. | Foto: Lennart Ootes / Tata Steel Chess Tournament
-
Wijk, Runde 12: Keymer siegt mit 4 isolierten Bauern
Die Bauernstruktur wird zweitrangig, wenn die Stellung auch so gewonnen ist. Hierfür lieferte Vincent Keymer einen schönen Beweis im Endspiel gegen Thai Dai Van Nguyen, welches Keymer gewann. Durch diesen Sieg behält er noch Chancen auf die Tabellenführung. Matthias Blübaum hingegen begegnete einem aktiven Springerpaar von Abdusattorov und musste mit dem Material und der Partie auch die Chancen auf einen Turniersieg abgeben. Sindarov ging ein schnelles Remis gegen Praggnanandhaa ein, wodurch Abdusattorov nun alleine führt. | Foto: Lennart Ootes / Tata Steel Chess Tournament
-
Challengers: Ivanchuk besiegt Suleymanli, Woodward nun an der Spitze
Im Challengers sind die Punkte nach Runde 11 ganz knapp verteilt. Durch seinen Sieg gegen den vorherigen Tabellenführer Suleymanli konnte Ivanchuk aufholen. Beide Spieler stehen nun mit 8 Punkten punktgleich auf Platz 2. Woodward gewann gegen Maurizzi (7,5 Punkte, Platz 4) und konnte so an Suleymanli in der Tabelle vorbeischleichen. Woodward führt nun die Tabelle mit 8,5 Punkten an. Für das finale Wochenende steht Spannung an: Ivanchuk und Maurizzi müssen noch gegen Oro spielen; Maurizzi steht auch noch die Partie gegen Suleymanli bevor. | Foto: Lennart Ootes / Tata Steel Chess Tournament
-
Das neue Schach-Magazin 64 ist da – Keymer in der Weltspitze
„Ich wollte immer ein reines Gewissen haben! Dadurch habe ich vielleicht das ein oder andere Spiel verloren – aber letztlich hat sich die Fairness schon gelohnt“, zitiert Hartmut Metz in seinem Editorial des gerade erschienenen Schach-Magazin 64 die Tischtennislegende Timo Boll. Selbst auch ein Tischtennis-Fan fordert Metz auch mehr Fairness im Schach und meint, dass sich beispielsweise Carlsen und Kramnik eine dicke Scheibe von Boll abschneiden können. Für Vincent Keymer gilt dies nicht, er hat sich auf faire Weise in der Weltspitze etabliert. | Foto: Lennart Ootes / FIDE
-
Wijk, Runde 11: Keymer gewinnt wieder
Zwei Runden vor Schluss ist beim Masters in Wijk aan Zee noch alles offen. Mit 7 aus 11 teilen sich Nodirbek Abdusattorov und Javokhir Sindarov die Tabellenführung, dahinter folgen drei Spieler mit je 6,5 Punkten: Matthias Blübaum, Jorden van Foreest und Hans Niemann. Einen halben Punkt weniger hat Vincent Keymer, der in Runde 11 mit Schwarz überzeugend gegen Praggnanandhaa gewann und seinen zweiten Sieg in Folge erzielte – es war sein fünfter Sieg insgesamt, kein anderer Spieler im Masters hat mehr. | Foto: Lennart Ootes
-
ChessBase´26: Leitfaden für ambitionierte Spieler (2)
Viele Nutzer erwerben unsere neueste Software, nehmen sich aber nicht die Zeit, die erweiterten und neuen Funktionen kennenzulernen. Sie verwenden ChessBase´26 so, wie sie schon die Vorgängerversionen genutzt haben. Doch die neue Programmversion birgt enorme Schätze, die Ihre Schachvorbereitung und Ihr Schachverständnis verbessern werden – und damit auch Ihre Wertungszahl steigern. Großmeister Iniyan Panneerselvam hat sich die Zeit genommen, die neuen Funktionen zu erkunden und Ihnen einen Überblick über die neuen Möglichkeiten zu geben.
-
Daniel Naroditskys Tod als Unfall eingestuft
Im vom North Carolina Department of Health and Human Serices veröffentlichten „Report of Investigation by Medical Examiner“ wird der tragische Tod Daniel Naroditskys im vergangenen Herbst nicht als mögliche Vergiftung beschrieben, sondern „die Todesart wird als Unfall eingestuft“. Der festgestellte Konsum von Metamphetamin und Kratom wird als möglicherweise beitragender Faktor gewertet. | Fotos: Lennart Ootes
-
Matthias Blübaum: Supergroßmeister!
Matthias Blübaum verblüfft derzeit die Schachwelt mit seinem Auftritt beim Tata Steel Masters in Wijk aan Zee. Nach zehn Runden kämpft er um den Turniersieg mit, und seine Erfolge finden auch ihren Niederschlag in der Live-Elo-Liste. Blübaum ist jetzt der dritte Deutsche, der die 2700-Marke übersprungen hat. | Foto: Lennart Ootes
-
Robert Ris präsentiert zeitlose Klassiker aus Wijk aan Zee
Heute ist Ruhetag in Wijk aan Zee. Eine gute Gelegenheit, einige der schönsten Partien, die in der langen Geschichte des Turniers gespielt wurden, noch einmal anzuschauen. Robert Ris hilft dabei. Der populäre holländische IM, Autor und Trainer, hat sieben Glanzpartien aus Wijk herausgesucht und kommentiert. Als Geschenk, kostenlos!
-
Schulschach in Kiel
„Im Schach will ich sehr stark werden. Vielleicht ein Grandmaster“, sagt der Fünftklässler Florian in einem am 28. Januar ausgestrahlten SAT1-regional-Beitrag. Er hat an seiner Schule Schachspielen gelernt und ist jetzt spürbar begeistert dabei. Macher hinter dem Projekt ist Holger Hansen. Der Mathematik- und Physiklehrer an der Klaus-Groth-Gemeinschaftsschule mit Grundschule in Kiel. Er unterrichtet dort seit vielen Jahren und hat über den Unterricht hinaus Schach an seiner Schule populär gemacht. | Bilder: Screenshots SAT1
-
Elo-Performance 3228, 6 aus 6 - Christian Glöckler dominiert im Qualifiers
Christian Glöckler bleibt im Qualifiers in Wijk aan Zee bei 100 Prozent. Sechs Runden sind gespielt, sechs Mal hat er gewonnen. Damit kommt der 14-jährige IM auf eine Elo-Performance von 3228 und liegt drei Runden vor Schluss 1,5 Punkte vor Henry Edward Tudor, der mit 4,5 aus 6 auf Platz zwei folgt. | Foto: Lennart Ootes
-
Ivan Sokolov - Understanding Middlegame Strategy Vol 13: Reversed Colour Systems – Grünfeld & Dutch
In diesem Kurs widmet sich Ivan Sokolov einem der spannendsten und zugleich am wenigsten erforschten Bereiche des modernen Schachs: Eröffnungssystemen mit vertauschten Farben, mit besonderem Fokus auf Grünfeld- und Holländisch-Strukturen. Auf den ersten Blick scheinen diese beiden Systeme wenig miteinander zu tun zu haben. Tatsächlich verbindet sie jedoch eine gemeinsame strategische Fragestellung: der Wert von Tempi, Bauernstrukturen und psychologischen Faktoren, wenn vertraute Eröffnungen mit vertauschten Farben gespielt werden. Aus seiner langjährigen Turnierpraxis heraus erklärt Sokolov, warum diese Stellungen deutlich subtiler sind, als sie zunächst wirken, und weshalb klassische Engine-Bewertungen ihre wahre Komplexität oft nicht erfassen.
-
Spannung pur im Tata Challengers: Suleymanli wieder vorne, Ivanchuk auf Rang 4
Am Donnerstag ist Ruhetag, doch die Spannung könnte größer kaum sein: Schon wieder wechselte die Führung im Challengers beim Tata Steel Chess in Wijk aan Zee. Aydin Suleymanli nutzte Andy Woodwards Niederlage gegen Vasyl Ivanchuk (Titelfoto) und kletterte durch seinen Sieg gegen Daniil Yuffa wieder auf Platz 1. Noch drei Runden sind zu spielen und am Freitag spielen die Top 4 unter sich. Ob da schon eine Vorentscheidung fällt? | Fotos: Lennart Ootes / Nils Rohde
-
Wijk, Runde 10: Blübaum gewinnt gegen Giri und springt über Elo 2700
Nach durchwachsenem Start läuft es beim Tata-Steel-Turnier in Wijk aan Zee gut für Matthias Blübaum. Nach seinem Sieg gegen Weltmeister Gukesh in Runde 9 gewann er in Runde 10 auch gegen Anish Giri. Mit diesem Zwischenspurt schob sich Blübaum in der Tabelle auf Platz 2 und übersprang im Live-Rating zum ersten Mal in seiner Karriere die Marke von 2700 Punkten. Auch Vincent Keymer konnte gewinnen. Er überspielte Arjun Erigaisi und liegt so vor dem morgigen Ruhetag mit 5 aus 10 bei 50 Prozent. | Fotos: Lennart Ootes
-
Großmeister Patrick Wolff kandidiert für Amt in Kalifornien
Vielleicht gehört der US-Großmeister Patrick Wolff demnächst auch zu den Schachgroßmeistern, die ein politisches Amt ausüben. Der zweifache US-Meister bewirbt sich in Kalifornien um das Amt des Insurance Commissioner, Leiter des Versicherungsamtes. Seine Wahlkampagne sieht etwas anders aus als die seiner Mitbewerber. | Foto: Screenshot Saint Louis Chess Center
-
ChessBase´26: Leitfaden für ambitionierte Spieler (1)
Kürzlich schickten wir einem Freund unseres Unternehmens eine Kopie unserer neuesten Datenbanksoftware und baten ihn um seine Meinung. Anstatt sie wie üblich zu nutzen, verbrachte Iniyan P., ein starker und sehr aktiver Großmeister, Wochen damit, jedes Detail des Programms zu erkunden und alle neuen Funktionen und Verbesserungen aufzuspüren. Er verfasste daraufhin einen ausführlichen Trainingsbericht, den wir unseren Lesern präsentieren.
-
Tata Challengers: Woodward jetzt alleine vorn
Was machen die Teilnehmer eigentlich an den spielfreien Tagen? Andy Woodward (Titelfoto) atmete Schachgeschichte und eroberte, vielleicht beflügelt vom Geiste Euwes, die alleinige Spitze im Challengers-Turnier. Seine Reise nach Amsterdam am Montag beflügelte ihn zu einem weiteren Sieg. Da Marc'Andria Maurizzi gegen Max Warmerdam verlor, fiel dieser auf Rang 3 zurück – Aydin Suleymanli nutzte ebenfalls die Gunst der Stunde, schlug Faustino Oro und kletterte auf Rang 2. Lu Miaoyi konnte hingegen ihre schwarze Serie stoppen und gewan nach sechs Niederlagen gegen Velimir Ivic. | Fotos: Lennart Ootes
-
Wijk, Runde 9: Blübaum schlägt Weltmeister Gukesh, Keymer verliert
Der indische Großmeister Gukesh ist zwar nicht die Nummer 1, sondern die Nummer 9 der Weltrangliste, aber er ist amtierender Weltmeister und einer der besten Spieler der Welt. Und wenn er mit Weiß gegen Matthias Blübaum spielt, dann ist Gukesh nominell Favorit. Doch in Runde 9 des Tata Steel Turniers in Wijk aan Zee überspielte Blübaum den Weltmeister souverän. Dafür erwischte Vincent Keymer einen rabenschwarzen Tag und geriet gegen Jorden Van Foreest schon in der Eröffnung unter die Räder. Tabellenführer bleibt Nodirbek Abdusattorov, der gegen seinen Landsmann Javokhir Sindarov ein ausgekämpftes Remis spielte. | Fotos: Lennart Ootes
-
Drei Schachfreunde
In der zweiten Januarhälfte eines jeden Jahres ist Wijk aan Zee "the place to be". Hier trifft man alte Freunde, bekannte Persönlichkeiten aus dem Schachleben und viele interessante Leute. Wir stellen hier drei Schachfreunde in kurzen Interviews vor.
-
Floripa Open: Huschenbeth schließt fast noch zur Spitze auf
Niclas Huschenbeth startete nicht gut in das teilnehmerstarke Floripa-Open von Florianopolis in Brasilien. Doch ein Endspurt von 4,5 aus 5 brachte ihn noch auf Tuchfühlung zu den Spitzenplätzen. Hätte er die vorletzte Runde gegen den jungen argentinischen IM Ilan Schnaider gewonnen, hätte er sogar vor der Schlussrunde noch auf den Sprung auf die geteilten ersten Plätze hoffen können. So waren am Ende vier punktgleiche Spieler mit 8,5 Zählern vorne: André Diamant (BRA), Aryan Tari (NOR), Luis Paulo Supi (BRA) und Neuris Delgado Ramirez (PAR). | Foto: Niclas Huschenbeth beim Freestyle Grand Slam | Foto: Lennart Ootes
-
Tata Steel Chess Wijk aan Zee: Guter Start mit viel Kohle
Das Turnier in Wijk aan Zee bietet eine Fülle von Schach, Geschichten, Eindrücken und interessanten Personen. Der folgende Bericht wirft einen Blick hinter die Kulissen mit Hintergrundinformationen und Interviews. So kann man zum Beispiel den Mann kennenlernen, der hinter dem fantastischen Live-Erlebnis auf der Tata Steel Chess Webseite steckt. | Fotos: Nils Rohde (wenn nicht anders angegeben), Interviews: André Schulz und Arne Kähler
-
Wer gewann in Wijk?
Das Tata Steel Turnier in Wijk hat eine lange Tradition, dieses Jahr feiert es 88. Geburtstag. Der "Wall of Fame" im Turniergebäude zeigt die 87 Sieger der vergangenen Turniere und erinnert an ihre Erfolge. Die beiden Schachlegenden, die auf dem Bild gegeneinander spielen, kennen Sie sicher. Der eine gewann Wijk 1976, der andere 1973. Aber können Sie auch die restlichen Sieger auf dem "Wall of Fame" erkennen? André Schulz hat es bei einem Besuch in Wijk versucht. | Foto: Foto: Rob Bogaerts. Anefo
-
Umfrage: Schachspieler gesucht – Studie zur Entscheidungsfindung mit KI-Unterstützung
In einer Folgeuntersuchung zu einer früheren Studie führte der Lehrstuhl für Sozialpsychologie der Universität Duisburg-Essen eine neue Online-Studie durch, um zu ermitteln, wie Schachspielerinnen und Schachspieler in Entscheidungssituationen mit Unterstützung einer künstlichen Intelligenz (KI) umgehen. Schachfreunde jeden Niveaus, auch Freizeitspieler, sind eingeladen teilzunehmen. Die Teilnahme ist anonym.
-
Hohes Tempo im Challengers
Wer das Challengers in Wijk gewinnt, darf nächstes Jahr im Masters spielen, gegen die Besten der Welt. Entsprechend hoch ist das Tempo: In Runde 8 gab es 6 Siege und nur ein Remis. Marc'Andria Maurizzi (Bild, links) und Andy Woodward (Bild, rechts), die vor der Runde gemeinsam in Führung lagen, konnten beide gewinnen. Woodward mit Schwarz gegen Faustino Oro, Maurizzi mit Weiß gegen Lu Miaoyi. Vor dem Ruhetag am Montag liegen sie jetzt mit je 6,5 aus 8 an der Spitze, einen halben Punkt vor Aydin Suleymanli. | Fotos Nils Rohde
-
Wijk, Runde 8: Giri holt auf und gewinnt gegen Abdusattorov
Anish Giri hatte einen holprigen Start in Wijk aan Zee. In Runde 1 stellte er früh eine Figur ein. Sein erster Sieg kam in Runde 7 gegen Gukesh. Am Sonntag in Runde 8 besiegte er dann den Tabellenführer Nodirbek Abdusattorov. Damit steht Giri nach Runde 8 bei 4 Punkten, punktgleich mit Vincent Keymer und Matthias Blübaum, die in Runde 8 gegen Javokhir Sindarov bzw. Thai Dai Van Nguyen remis spielten. | Foto: Lennart Ootes / Tata Steel Chess Tournament
-
Grenke Freestyle Chess Open: 2026 erstmals mit WM-Qualifikation
Das grenke Schachfestival kehrt 2026 nach Karlsruhe zurück. Das grenke Freestyle Chess Open erhält dabei erstmals den Status eines Qualifikationsturniers für die FIDE Freestyle Chess Weltmeisterschaft. Vom 2. bis 6. April 2026 (Ostern) wird das Kongresszentrum Karlsruhe einmal mehr zum Treffpunkt der internationalen Schachszene. Unter den tausenden Teilnehmenden dabei sind auch der mehrfache Weltmeister Magnus Carlsen sowie Deutschlands Nummer eins Vincent Keymer. | Foto: Stev Bonhage
-
Song Yuxin auf dem Weg nach oben
Eine der Aufsteigerinnen des Jahres 2025 ist die 20-jährige Chinesin Song Yuxin. Mit 2384 Elo lag sie Anfang 2025 auf Platz 62 der Frauenweltrangliste, ein Jahr später war sie mit 2454 Punkten bereits die Nummer 22. Bei den Juniorinnen liegt sie hinter Divya Deshmukh auf Platz 2. 2025 war auch ein sehr aktives Jahr für Song Yuxin: Sie spielte 118 klassische Partien und kommt mit 42 Siegen, 61 Remis und 15 Niederlagen auf eine positive Bilanz. | Foto: FIDE / Michal Walusza
-
Perfekte Vorbereitung gibt es nicht? - Exzellente Schachvorbereitung
Arne berichtet Veronika begeistert, dass die Vorbereitung aus der letzten Folge perfekt aufgegangen ist: Der Gegner spielte tatsächlich wie erwartet 1.e4, wurde in einer ungewohnten Struktur überrascht, und Arne kann die Partie mit klaren Plänen und sehr wenigen Ungenauigkeiten stark zu Ende führen. Gemeinsam analysieren sie, wie Online-Datenbank, Engine und Monte-Carlo-Simulation helfen, Praxis-Erfolgsquoten und typische Pläne zu verstehen und warum der Gegner mit …Sd5 und dem Abtausch des schwarzfeldrigen Läufers strategisch kollabiert. Am Ende ist die Kernlektion: Vorbereitung ist extrem wertvoll, aber nie „perfekt“ planbar. Wenn der Gegner etwas anderes spielt, bleibt man flexibel, hält sich an Grundprinzipien und nimmt das Gelernte trotzdem als Trainingsgewinn mit.
-
Frisch rezensiert: Richtig rechnen mit Surya Ganguly
Variantenberechnung trennt im Schach die Spreu vom Weizen. Zugleich investieren viele Vereinsspieler einen zu kleinen Teil ihres Trainings in die damit verbundenen Skills. Jeder kann bei der heutigen Flut an Kursen und Datenbanken seine Eröffnungen auf ein gutes Level heben und „vernünftige“ Züge machen. Entschieden werden die meisten Partien aber dennoch im Nahkampf! Hannes Langrock ist Lektor bei einem Belletristik-Verlag und Internationaler Meister. Er lebt in Leipzig und spielt für den ESV Nickelhütte-Aue. Er rezensiert den Kurs „Calculation Step by Step Vol. 1“. | Fotos: ChessBase
-
Challengers: Maurizzi siegt und teilt sich Führung mit Woodward
MarcAndria Maurizzi gewinnt in Runde 7 gegen Eline Roebers und Vasyl Invanchuk gegen Miaoyi Lu. Alle weiteren Partien gingen remis aus, so dass sich Maurizzi und Woodward nun die Tabellenführung mit 5,5 Punkten aus 7 Partien teilen. Suleymanli folgt mit 5 Punkten auf Platz 3 und Faustino Oro und Vasyl Ivanchuk warten auf Platz 4 mit 4,5 Punkten auf ihre Chancen. | Foto: Lennart Ootes / Tata Steel Chess Tournament
-
Wijk, Runde 7: Abudasattorov besiegt Keymer und baut Vorsprung aus
Abdusattorov konnte am Samstag in Wijk aan Zee im Masters gegen Keymer gewinnen, Blübaum schloss auf Keymer durch Remis gegen Praggnanandhaa auf und Gukesh verlor gegen Anish Giri. Unsichere Königsstellungen spielten in den Partien von Keymer, Blübaum und Gukesh eine Rolle. Abdusattorov führt nun mit einem Punkt Abstand auf Sindarov. | Foto: Lennart Ootes / Tata Steel Chess Tournament
-
Woodward siegt nach Zug 131 und führt
Im US-amerikanischen Duell Yip gegen Woodward beim Challengers in Wijk spielte sich in Runde 6 ein dramatisches Damenendspiel in 3 Akten ab. Akt 1: Das Damendendspiel mit ausgeglichener Anzahl an Bauern ab Zug 44, Akt 2: Yip gibt einen Bauern in Zug 48 ab, Akt 3: Die Position kippt für Yip in Zug 129 und sie gibt auf nachdem Woodward es in Zug 131 schafft, einen Damentausch zu erzwingen. Oro brachte seine Dame gegen den Niederländer Warmerdam auf Abwege, stellte erst einen Bauern und später dann die Partie ein. | Foto: Lennart Ootes / Tata Steel Chess Tournament
-
Interview mit Alexander von Gleich bei Hamburg 1
Der gebürtige Hamburger Alexander von Gleich studierte in Bonn BWL und kam nach dem Studium über seine russischen Sprachkenntnisse nach Osteuropa und Zentralasien. Er arbeitete in gehobenen Positionen unter anderem in Russland, Georgien und Kasachstan. Dabei blieb er immer dem Schach verbunden. In einem Interview mit Hamburg 1 berichtete er über seinen beruflichen Werdegang und seine Liebe zum Schach.
-
Wijk, Runde 6: Keymer gewinnt gegen Niemann
Mit 1,5 aus 2 punkteten Vincent Keymer (Bild) und Matthias Blübaum gut in Runde 6 in Wijk. Aber sie hätten noch besser punkten können. Keymer überspielte Niemann in einem Italiener allmählich, und Matthias Blübaum stand gegen Arjun Erigaisi auf Gewinn, fand aber dann in taktisch unübersichtlicher Stellung keinen Weg zum Sieg. Alleiniger Tabellenführer nach sechs Runden ist Nodirbek Abdusattorov, der von einem schweren Blackout Gukeshs profitierte. | Fotos: Lennart Ootes
-
Faszination Schach: Die Tour 2026
Alljährlich bringt Großmeister Sebastian Siebrecht mit seinem Lern- und Unterhaltungsprogramm "Faszination Schach" vor allem jungen Menschen das Schach nahe. Mit seinem Team gibt er ganzen Schulklassen mitten in Einkaufszentren Schachunterricht und begeistert dann jung und alt mit seinem Schach-Aktions-Programm - jetzt schon seit 15 Jahren. Hier ist der neue Tourplan 2026:
-
Magnus Carlsen spielt beim TePe Sigeman & Co in Malmö
Magnus schien der Turniere mit klassischer Bedenkzeit zuletzt etwas überdrüssig, doch jetzt melden die Organisatoren des TePe Sigeman & Co Turniers (1. bis 7. Mai 2026) etwas überraschend die Teilnahme des Weltranglistenersten. Zuletzt spielte Carlsen als 14-Jähriger in Malmö mit. | Foto: Lennart Ootes
-
Judit Polgar: Queen of Chess – im Februar bei Netflix
Judit Polgar ist ein Name, der heute noch elektrisiert. Dies geht zurück auf ihren steilen Aufstieg – und den ihrer Schwestern – in den 1980er- und 90er-Jahren. Bis auf den 8. Platz der Weltrangliste – wohlgemerkt der offenen Rangliste, nicht der der Frauen – kletterte sie und schlug sogar Garry Kasparov. Zweifellos bietet diese Karriere genug Stoff für eine TV-Serie. Die Planer von Netflix dachten genauso und so steht im Februar „Queen of Chess“ im Streamingportal. Nicht nur Schachfans dürften da neugierig werden. | Bildmaterial: Netflix
-
KCF: Eine Weltmeisterin betritt die Bühne
Wir freuen uns sehr bekanntzugeben, dass Großmeisterin Antoaneta Stefanova einen Live-Vortrag an der Kasparov Chess Foundation Academy halten wird. Sie können der ehemaligen Schachweltmeisterin, die eine der herausragendsten Persönlichkeiten des modernen Schachs ist, am 25. Januar um 18 Uhr im Rahmen der KCF Academy zuhören.
-
Einblicke: Interviews aus Wijk aan Zee
Zu den vielen Highlights des Tata Steels Turniers in Wijk aan Zee gehören die Interviews nach der Runde, in denen Fiona Steil-Antoni mit den Spielern und Spielerinnen über ihre Partien spricht - einfühlsam, engagiert, gut gelaunt. Man lernt ein wenig über Schach und erfährt viel über die Gedanken- und Gefühlswelt von Spitzenspielern. Drei typische Beispiele… | Foto: Tata Steel Chess
-
Carlsen gegen Nakamura: Blindschach in Barcelona
Magnus Carlsen und Hikaru Nakamura sind seit vielen Jahren Rivalen und haben schon oft gegeneinander gespielt: klassische Partien, Schnellschach, Blitzschach und viel Bullet, aber dennoch war ihr Duell bei der Internationalen Gaming and Tech Expo in Barcelona für beide etwas Neues. Sie traten im Schnellschach zu einer Blindpartie an und lieferten sich einen unterhaltsamen Schlagabtausch. | Fotos: BETBY
-
Tata Steel Chess: Oro und Woodward schließen zum Spitzenreiter des Challengers auf
Entscheidungspartien dominieren weiterhin das Geschehen im Herausforderer-Turnier und bestätigten damit die Strategie der Organisatoren, ambitionierte und kampfstarke Spieler einzuladen. Jeweils drei Siege und zwei Remis haben die Top 3 auf dem Konto: Faustino Oro und Andy Woodward (Titelfoto) konnten den bisherigen Alleinführenden Aydin Suleymanli einholen. Woodward erzielte seinen vierten Sieg in Folge. Und auch am Tabellenende gab es eine Siegerin. Die bislang punktlose Eline Roebers gewann gegen Daniil Yuffa. Am Donnerstag ist Ruhetag in Wijk. | Foto: Nils Rohde
-
Wijk, Runde 5: Keymer gewinnt überzeugend
Vincent Keymer startete als Nummer 1 der Setzliste in das Masters in Wijk, aber erwischte einen holprigen Start. Zum Auftakt gewann er gegen Giri, doch dann verlor er nacheinander gegen Fedoseev und Blübaum. In Runde 4 kam er Yagiz Kaan Erdogmus, den nominell zweitschwächsten Spieler im Feld, über ein Remis nicht hinaus. Doch in Runde 5 feierte er ein Comeback und gewann überzeugend gegen Aravindh Chithambaram. Matthias Blübaum spielte Remis gegen Jorden Van Foreest. An der Spitze der Tabelle liegen drei Spieler: Hans Niemann und Nodirbek Abdusattorov, die sich in Runde 5 Remis trennten, und Javokhir Sindarov, der gegen Erdogmus gewann. | Fotos: Nils Rohde
-
Vom schweren Los der Großmeister bei Open
Im Schachtalk am Sonntag kündigte Niclas Huschenbeth kürzlich an, in Brasilien bei einem Turnier in Florianopolis an den Start zu gehen. Das hat er auch gemacht. Nach fünf Runden muss er allerdings feststellen, wie schwierig es ist, der Favoritenrolle gerecht zu werden. Nach 5 Runden liegt der an Nummer 4 gesetzte deutsche Großmeister mit 3,5 Punkten auf Rang 95. | Foto: Niclas Huschenbeth beim Freestyle Grand Slam | Foto: Lennart Ootes
-
Harald Schneider-Zinner: Die Strategieschule Band 7: Eröffnungen verstehen – Italienisch
Die italienische Partie ist eine der ältesten und zugleich modernsten Eröffnungen der Schachgeschichte. Lange Zeit als harmlos angesehen, ist die Eröffnung heute ein fester Bestandteil der besten Spieler der Welt und vieler Amateure. Aus der Turnierpraxis ist Italienisch nicht wegzudenken. In diesem Kurs erklärt Harald Schneider-Zinner warum gerade diese ruhigen Hauptvarianten enormes strategisches Potenzial bieten – für Weiß wie für Schwarz.
-
Tata Steel Chess: Suleymanli marschiert vorweg
Wie in der Vorrunde gab es auch in Runde 4 des Challengers gleich sechs entschiedene Parien. Aydin Suleymanli führt das kämpferische Feld nach einem knappen Drittel des Turniers mit 3,5 Punkten an. Er verteidigte seine alleinige Führung nach einem Sieg mit den weißen Steinen gegen Lu Miaoyi. Die Verfolger sind dem Aserbaidschaner aber dicht auf den Fersen: Marc´Andria Maurizzi, Andy Woodward und Faustino Oro haben nur einen halben Zähler weniger. | Fotos: Nils Rohde
-
Wijk, Runde 4: Niemann und Abdusattorov setzen sich an die Spitze
Nach vier Runden führen Hans Niemann und Nodirbek Abdusattorov beim Masters in Wijk mit je 3 Punkten aus 4 Partien. Niemann (Bild) gewann in Runde 4 mit einer strategisch und taktisch beeindruckenden Leistung gegen Aravindh Chithambaram, Abdusattorov kam gegen Thai Dai Van Nguyen zu einem leichteren Sieg. Matthias Blübaum verlor nach einer taktischen Nachlässigkeit eine Remisstellung gegen Javokhir Sindarov und Vincent Keymer kam mit Schwarz gegen Yagiz Kaan Erdogmus nicht über ein Remis hinaus. | Fotos: Nils Rohde
-
Schach am Strand: Initiative des argentinischen Olympischen Komitees
Das Argentinische Olympische Komitee hat den „Olympic Beach“ ins Leben gerufen. Im Vorfeld der Südamerikaspiele 2026 in Santa Fe ist dies ein landesweites Sommerprogramm, das organisierten Sport und olympische Werte an Argentiniens Küsten- und Flussuferorte bringt. Die Initiative läuft den ganzen Januar über an acht Standorten. Sie kombiniert kostenlose Sportaktivitäten, Jugendprojekte, Umweltschutzaktionen und vom Verband organisierte Veranstaltungen. Dazu gehört auch die Integration von Schach in das olympische Programm an den öffentlichen Stränden. | Foto: Argentinischer Schachverband
-
Vor 27 Jahren, in Wijk
Am 20. Januar 1999 spielte Garry Kasparov in Wijk die vielleicht beste Schachpartie aller Zeiten. Mit einer Serie von Opfern trieb er den schwarzen König auf die Grundreihe, um ihn dort Matt zu setzen. In einem kostenlosen Reader stellt Robert Ris Kasparovs Meisterwerk und andere Glanzpartien aus der Geschichte Wijk aan Zees vor.
-
Aaryan Varshney: Großmeister ohne Trainer
Auf den ersten Blick wirkt das Andranik Margaryan Memorial, das vom 9. bis 16. Januar in Armenien stattfand, nicht besonders geschichtsträchtig. Drei GM, sechs IM und ein FM gingen an den Start, und mit einer Zahl von 2514 war der russische IM Vladislav Nozdrachev die Nummer 1 der Setzliste. Doch am Ende gewann der 21-jährige Inder Aaryan Varshney, der mit diesem Sieg Indiens 92. Großmeister wurde. Seine Geschichte zeigt, wie moderne Computer, Software und Datenbanken helfen können, im Schach Titel zu gewinnen und Erfolge zu feiern – auch ohne Trainer und Förderung durch Verbände. | Foto: Chess Academy of Armenia
-
Tata Steel Chess: Nur ein Remis im Challengers – erste Niederlage für Lu
Nach jeweils vier entschiedenen Partien in den ersten beiden Runden endeten am Montag sieben der acht Begegnungen mit einem Sieger. Lu Miaoyi, die mit zwei Punkten aus zwei Partien als alleinige Führende in die Runde gegangen war, musste ihre erste Niederlage im Turnier hinnehmen. Aydin Suleymanli nutzte die Gunst der Stunde und übernahm die alleinige Tabellenführung. | Fotos: Nils Rohde
-
Wijk, Runde 3: Blübaum glänzt gegen Keymer
Keymer gegen Blübaum, die deutsche Nummer 1 gegen die deutsche Nummer 2, das ist ein besonderes Duell. In Wijk trafen Keymer und Blübaum in der dritten Runde aufeinander und Keymer, der mit Weiß spielte und als Favorit in die Partie ging, musste eine bittere Niederlage hinnehmen. Nach einem taktischen Versehen in der Eröffnung wurde er von Blübaum souverän überspielt. | Foto: Nils Rohde
-
Streamermatch: Rozman schlägt Song mit 14:8
Das Streamer-Match zwischen IM Levy Rozman und IM Julien Song in Madrid begann mit zwei Auftaktremisen im klassischen Schach. Nach Rapid und Blitz gab es aber einen klaren Sieger: Der als Gotham Chess bekannte US-Streamer gewann von den vier Schnellschachpartien zwei, eine endete Remis und eine gewann Song. Im Blitzen gab es gar sechs Rozman- und nur zwei Songsiege. Nach dem Rechenschema des Turniers lautete das Endergebnis 14:8. | Fotos: David Martinez/Chess.com
-
Schach spielen in Bled!
Bled nimmt seit fast einem Jahrhundert einen besonderen Platz in der Geschichte des Weltschachs ein. Im Jahr 1931 fand genau hier eines der berühmtesten internationalen Turniere seiner Zeit statt, das der Weltmeister Alexander Aljechin gewann. In den folgenden Jahrzehnten empfingen die Bleder Schachturniere zahlreiche Schachlegenden, darunter auch die Ikonen Bobby Fischer und Michail Tal, die 1961 gemeinsam mit einer Reihe weiterer Meister ein wahres Schachspektakel schufen. Nun lässt Bled seine reiche Schachtradition wieder aufleben – mit dem Bled Chess Festival, das für Spieler mit einer Elo unter 2300 gedacht ist und vom 9. bis 16. März stattfindet. | Foto: Bled Chess Festival
-
Tata Steel Chess Runde 2: Miaoyi Lu die Einzige mit zwei Siegen
Die Jugendspieler*innen im Challengers-Turnier brachten sich nach Runde 2 mit ihren Ergebnissen ins Gespräch. Die Chinesische Meisterin und Juniorinnen-Weltranglisten-Erste Miaoyi Lu (15) führt das Challengers-Turnier mit 2 Punkten aus 2 Partien an. Niemand anderes im Masters- oder Challengers-Turnier hat so viele Punkte wie sie. Faustino Oro (12) liegt aktuell bei 1,5 Punkten. In Runde 2 besiegte das argentinische Jugendtalent den niederländischen Großmeister Erwin L'Ami. Blübaum remisierte im Masters gegen Niemann, während Keymer seine Partie gegen Fedoseev verlor. | Foto: Lennart Ootes/ Tata Steel Chess
-
Ellis Schatztruhe - Extrem kalkulieren wie Robert Ris
Elli stellt den ChessBase-Trainingskurs „Extreme Calculation“ von Robert Ris vor und erklärt, warum sie ihn selbst regelmäßig nutzt, um ihre taktische Schärfe, Kombinationsfähigkeit und strategische Entscheidungsfindung zu verbessern. Anhand von drei konkreten Übungen wird deutlich, wie anspruchsvoll der Kurs ist - Arne kommt dabei spürbar ins Schwitzen. Der Fokus liegt klar auf tiefem Rechnen unter Druck und auf realistischen Stellungen, wie sie auch in Turnierpartien vorkommen.
-
„Ich wollte einfach nur eine Medaille“ – Artemiev über seinen Sieg gegen Carlsen und seine Silbermedaille
Vladislav Artemiev zeigte bei der FIDE-Schnellschach-Weltmeisterschaft 2025 eine beeindruckende Leistung. Er beendete das Turnier ungeschlagen, besiegte Magnus Carlsen, überstand einen enormen Zeitdruck gegen Arjun Erigaisi und sicherte sich schließlich die Silbermedaille. In seinem Exklusivinterview mit Sagar Shah spricht Artemiev offen über seine Herangehensweise an das Turnier, seine Schwierigkeiten mit dem Zeitmanagement und das Gleichgewicht, das er zwischen Ehrgeiz und Stabilität zu wahren versucht. Er blickt außerdem auf seine denkwürdigen Partien gegen Magnus und Arjun während des Turniers zurück. | Foto: Lennart Ootes
-
Rückblick: Alle Neuerscheinungen im Dezember!
ChessBase´26 ist sicher das Highlight der November-Neuheiten, doch auch die anderen Datenbanken bieten allerhand Studienmaterial. Viele neue Optionen gilt es da zu entdecken, wie auch bei dem Matt-Kurs von Harald Schneider-Zinner, der Buch und Online-Kurs miteinander verbindet. Und schließlich sind da auch noch die neuen Folgen von Karsten Müllers Endspiel-Akademie sowie der Mittelspielstrategie-Reihe von Ivan Sokolov. | Alle Fotos: ChessBase
-
Tata Steel Chess Masters Runde 1: Keymer startet ins Turnier mit Sieg gegen Giri
Das Tata Steel Chess Tournament 2026 begann am 17.1.26 aufgrund einer Demonstration vor dem Spielort mit einer Verzögerung von 1,5 Stunden im niederländischen Wijk aan Zee. Kaum waren die Partien im Masters- und Challengers- Turnier gestartet, da stand auch schon ein Ergebnis fest: Hans Niemann siegte in nur 16 Zügen gegen Vladimir Fedoseev. Früh endete auch die Partie zwischen Vincent Keymer und Anish Giri. Durch eine Taktik wurde die Partie zugunsten von Keymer entschieden. Ein Highlight: World Cup Sieger Javokhir Sindarov erkämpfte sich ein Remis mit Weltmeister Gukesh. | Foto: Lennart Ootes/ Jurrian Hoefsmit, Tata Steel Chess 2026
-
"Beers by the Bay" startet einen Schachkurs für Anfängerinnen in San Diego
Zur Nachahmung empfohlen: "Beers by the Bay Chess & Social" hat die Einführung eines Schachkurses für Anfängerinnen in San Diego angekündigt, der in Zusammenarbeit mit Let's Go Girls – San Diego entwickelt wurde. Der monatliche Kurs richtet sich an erwachsene Anfängerinnen und bietet eine entspannte, gesellige Einführung in das Schachspiel in einer persönlichen Umgebung. Die Initiative findet an einem lokalen Veranstaltungsort in Pacific Beach statt und soll dem Mangel an Frauen im Schachsport entgegenwirken, indem sie eine zugängliche und einladende Umgebung bietet. | Foto: chessandsocial.com
-
Maia Chiburdanidze feiert ihren 65. Geburtstag
Heute, am 17. Januar 2026, feiert Maia Chiburdanidze ihren 65. Geburtstag. Sie war lange Zeit die beste Schachspielerin der Welt, Weltmeisterin und mehrfache Goldgewinnerin bei Schacholympiaden. Maia Chiburdanidze repräsentiert wie keine andere die Glanzzeit des georgischen Frauenschachs, zunächst noch unter sowjetischer Flagge.
-
CB 26 Vorbereitung zur neuen Saison - Exzellente Schachvorbereitung
In dieser Folge bereitet Veronika Sie Schritt für Schritt auf Ihr erstes Ligaspiel des Jahres vor, indem Sie in der Mega Database den Gegner recherchieren, seine Eröffnungsvorlieben auswerten und daraus eine passende Eröffnungswahl ableiten. Dabei prüfen Sie eine überraschende Idee (inklusive Eröffnungsreport, Beispielpartien starker Spieler und Taktikbeispiele) und testen die entstehende Stellung zusätzlich mit der Monte-Carlo-Funktion samt Remote Engine/Stockfish, um statistische Trends und typische Zugmuster zu erkennen. Am Ende lautet das Fazit: Der Überraschungswert zählt in einer einzelnen Partie oft mehr als „objektive“ Prozentzahlen – und die wichtigste Sofortmaßnahme vor dem Match ist frisches, eher leichtes Taktiktraining für Selbstvertrauen und Schlagfertigkeit.
-
ARD-Schachexperte Niklas Schenk im „Schachtalk“
Niklas Schenk, ARD-Redakteur und prominenter Schachjournalist, spricht im „Schachtalk“ mit Michael Busse und Jonathan Carlstedt über seine Erfahrungen mit Magnus Carlsen, die Herausforderungen der Schachberichterstattung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die mediale Einordnung aktueller Ereignisse im Schach. Schenk gibt auch einen Einblick, was bei der ARD in puncto Kandidatenturnier geplant ist.
-
Streamermatch Rozman gegen Song: Partie 1 ohne Sieger
Im Eröffnungsduell des Schach-Matches zwischen IM Levy Rozman und IM Julien Song in Madrid endete die erste klassische Partie nach intensivem Kampf mit einem hart ausgekämpften Remis. Beide Spieler verpassten in Zeitnot Gewinnchancen, bevor sie sich in einem theoretischen Remisendspiel auf eine Punkteteilung einigten. | Fotos: David Martinez/Chess.com
-
Esten und Litauer ehren Paul Keres
Der estnische Diplomat und Schachfreund Mart Tarmak organisierte in der estnischen Botschaft in Vilnius eine Beratungspartie zwischen Politikern und Diplomaten in Gedenken an Paul Keres, dessen Geburtstag sich am 7. Januar 2026 zum 110. Mal jährte. Viktorija Cmilyte und Peter Heine Nielsen führten die Teams an. | Fotos: Botschaft von Estland in Vilnius
-
Abdusattorov qualifiziert sich für Freestyle-WM
Nodirbek Abdusattorov darf im Februar in Weissenhaus um die Weltmeisterschaft im Freestyle Chess spielen. Im K.-o.-Turnier des Online-Play-Ins gewann der 21-jährige Usbeke im Halbfinale mit 1,5:0,5 gegen Amin Tabatabaei und entschied danach das Finale gegen Pranav Venkatesh mit 2:0 für sich. | Foto: Amruta Mokal / Freestyle Chess Grand Slam
-
Eine Partie, die bleibt: Dimo Werner gegen Robert Hübner
Am 4. Januar meldete der Deutsche Schachbund den Tod von Dimo Werner, Internationaler Meister und 11-facher Nationalspieler. Gestorben war Werner, der zum Ende seines Lebens in einem Pflegeheim in Mainz lebte, allerdings bereits am 29. August 2025. Seine berühmteste Partie spielte Werner (*5. Oktober 1952) im Februar 1981, in der ersten Saison der einteiligen Bundesliga: Er gewann gegen Robert Hübner, der damals zu den besten Spielern der Welt gehörte und im Juli 1981 auf Platz 3 der Weltrangliste stehen sollte. | Foto: Dimo Werner (Heinz-Josef Ullrich, Solingen 1984); Robert Hübner (1971, Bert Verhoeff, Anefo)
-
Wijk 2026: Jung und stark - eine Vorschau
So jung wie dieses Jahr waren die 14 Teilnehmer des Masters in Wijk noch nie. Das Durchschnittsalter liegt bei 23, mit 31 Jahren ist Anish Giri Turniersenior. Sechs der 14 Teilnehmer gehören aktuell zu den Top 12 der Weltrangliste und vier der Teilnehmer spielen im Kandidatenturnier 2026: Anish Giri, Titelverteidiger Praggnanandhaa (Bild), Javokhir Sindarov und Matthias Blübaum. Und auch Weltmeister Gukesh geht in Wijk an den Start. | Foto: Tata Steel Chess / Lennart Ootes
-
Weissenhaus Play-In: Abdusattorov, Pranav, Oparin und Tabatabaei erreichen die K.-o.-Runde
Vier Spieler haben im Online-Qualifikationsturnier für die Freestyle-Schach-Weltmeisterschaft noch die Chance, um den letzten Qualifikationsplatz zu kämpfen. Nach neun Runden Blitz (10+2) erreichten Nodirbek Abdusattorov, Pranav Venkatesh (im Bild), Grigoriy Oparin und Amin Tabatabaei jeweils 7 von 9 möglichen Punkten und sicherten sich damit die Teilnahme an der K.-o.-Runde am Donnerstag. | Foto: Fujairah Superstars / Anna Shtourman
-
25 Jahre Emanuel Lasker Gesellschaft
Die Emanuel Lasker Gesellschaft feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Im Januar 2001 wurde die ELG am Rande einer beeindruckenden Konferenz zu Emanuel Lasker gegründet. Seitdem pflegt die Gesellschaft das Gedenken an den einzigen deutschen Schachweltmeister und die Schachkultur.
-
Rozman gegen Song: Wenn Streamer aufs Ganze gehen
Wenn sich zwei der bekanntesten Schach-Creator der Gegenwart gegenübersitzen, geht es um mehr als Elo-Punkte. Ab 15. Januar treffen IM Levy Rozman alias GothamChess und IM Julien Song in Madrid aufeinander – in einem Match, das klassisches Wettkampfschach mit moderner Community-Kultur verbindet und einen spannenden Auftakt ins Schachjahr verspricht. | Bilder: Courtesy of Levy Rozman / chess.com
-
Rückblick auf 2025: Die größten Rating-Gewinner
Von 1971 bis 1980 veröffentlichte die FIDE nur eine Weltrangliste pro Jahr. Dies wurde schrittweise auf den heutigen Standard monatlicher Aktualisierungen ausgeweitet – eine Änderung, die durch offensichtliche praktische Erfordernisse bedingt war. Häufige Aktualisierungen können jedoch mitunter den Gesamtüberblick über die jährliche Entwicklung verdecken. In diesem Artikel stellt die FIDE Spieler vor, die im vergangenen Jahr signifikante Verbesserungen ihrer Wertungszahl erzielt haben. | Bild: FIDE
-
„Um Großmeister zu werden, muss man zuerst Großmeister sein.“
Der bekannte Spieler, Trainer, Lehrer und Kommentator Maurice Ashley war vor kurzem in der „Oprah Winfrey Show“ zu Gast und sprach mit dem Organisationspsychologen Adam Grant über Lernen, Disziplin und Charakterbildung. Ashley erzählte von seinen Anfängen im Schach, und verriet, wie er die „Raging Rooks“ aus Harlem als Trainer zum Erfolg geführt hat - und was er durch Schach über Resilienz, den Umgang mit Niederlagen und inneres Wachstum gelernt hat. | Foto: Eng Chin An
-
Schachtraining mit Garry Kasparov - live!
Das Internet macht es möglich: Am 18. Januar 2026, 18 Uhr, haben Schachspieler aus aller Welt Gelegenheit, mit Garry Kasparov zu trainieren - live, online und interaktiv. Um in den Genuss dieses Spitzentrainings zu kommen, muss man lediglich Mitglied der Kasparov Chess Foundation sein, Kasparovs Stiftung zur Förderung des Schachs.
-
Harshit Raja - A powerful 1.e4 Repertoire
Harshit Rajas Kurs vermittelt ein vollständiges und praxisnahes 1.e4-Repertoire, das zeigt, wie man gegen alle wichtigen schwarzen Verteidigungen wie …e5, Sizilianisch, Caro-Kann, Französisch, Skandinavisch, Aljechin und seltene Systeme sicher spielt. Statt sich auf lange Theorievarianten zu stützen, legt er den Fokus auf klare Pläne, starke Zentrumskontrolle und harmonische Figurenentwicklung, oft mit leicht ungewöhnlichen, aber sehr effektiven Aufbauten. Ziel ist es, Klubspielern ein tiefes positionsbezogenes Verständnis zu geben, damit sie im Mittelspiel wissen, wie sie ihren Vorteil weiter ausbauen können.
-
2025: Javokhir Sindarov stößt in die Weltelite vor
Seit Javokhir Sindarov im Alter von 12 Jahren Großmeister wurde, gilt er als außerordentlich großes Talent, aber im Gegensatz zu Spielern wie Gukesh, Praggnanandhaa oder Vincent Keymer verlief Sindarovs Aufstieg in der Elo-Liste eher langsam. Doch 2025 markierte einen Wendepunkt in der Karriere des 20-jährigen usbekischen Großmeisters, der im November den World Cup gewann und sich für das Kandidatenturnier 2026 qualifizierte. Carlos Colodro blickt auf das Jahr zurück, in dem Sindarov den Durchbruch zur Weltspitze schaffte. | Foto: FIDE / Michal Walusza
-
Emanuel Schiffers: Ein deutscher Schachspieler in St. Petersburg (Teil II)
Der deutschstämmige Emanuel Schiffers war zu Beginn der 1870er Jahre einer der besten Spieler in Russland. Von St. Petersburg aus unternahm er einige Reisen nach Deutschland, wo er an den Meisterturnieren der DSB-Kongresse mitspielte. Zudem war er einer der Teilnehmer des berühmten Turniers von 1895 in Hastings. Sein Ende war tragisch.
-
Die Young Guns - heute und vor zehn Jahren
Das Tata Steel Masters ist das jüngste Masters in Wijk aan Zee aller Zeiten. Mit Yagiz Kaan Erdogmus hat sich sogar ein 14-Jähriger als Teilnehmer qualifiziert. Und mit Faustino Oro (Bild) möchte im Challengers ein Zwölfjähriger auf seinen Spuren wandeln. Wer von den Young Guns vor zehn Jahren hat es in die Weltspitze geschafft? | Foto: Tata Steel Masters/ Jurriaan Hoefsmit
-
Matthias Blübaum ist kein Taylor-Swift-Fan
Schach ist in – auch im Radio: Für Schachfans gab es vielleicht wenig Neues zu hören, doch die Zielgruppe ist natürlich auch eine andere. Schön auf jeden Fall, dass WDR 2 ein auf eine Sendestunde verteiltes Interview ausstrahlte. Matthias Blübaum antwortete locker und sympathisch auf die Fragen von WDR-Moderatorin Johanna Horn. | Foto: David Llada – Blübaum beim Gewinn der Europameisterschaft
-
Marshall-Angriff mit 11...Lb7
Der Marshall-Angriff ist seit geraumer Zeit eines der wichtigsten Systeme gegen Spanisch, und es ist eines der schärfsten. Mit dem Vorstoß 8…d5 opfert Schwarz seinen e-Bauern und versucht anschließend, unter Nutzung der geöffneten Diagonalen und Linien einen Angriff gegen den weißen König zu initiieren. Bislang galt nach 9.exd5 Sxd5 10.Sxe5 Sxe5 11.Txe5 der Deckungszug 11…c6 als absolute Hauptfortsetzung. Varianten mitunter bis zum 40. Zug wurden hier ausanalysiert. Robert Ris stellt in seinem Artikel für das aktuelle CBM #229 mit 11…Lb7 eine Alternative vor, die keineswegs schlechter, natürlicher und für die Praxis sehr vielversprechend ist. Schauen Sie rein in die CBM-Leseprobe der Woche!
-
Vor 50 Jahren: Zeitreise nach Wijk aan Zee
Das einstige Fischerdörfchen Wijk aan Zee ist zumindest in der Schachszene weltberühmt. So gut wie alle Weltklassespieler, inklusive fast aller Weltmeister, gaben sich hier die Klinke in die Hand. Sponsor ist von jeher die Stahlfabrik in IJmuiden. Die Schachtradition ist schon sehr alt. Vor fünfzig Jahren war manches anders als heute, vieles aber auch so wie jetzt. | Foto: Rob Mieremet, Anefo
-
Faustino Oro und Magnus Carlsen spielen Blitz
Am 6. Januar spielten Magnus Carlsen, die Nummer 1 der Welt, und der 12-jährige Argentinier Faustino Oro, der Chancen hat, der jüngste Großmeister aller Zeiten zu werden, im Take Take Take Studio in Oslo den Titled Tuesday. Anschließend plauderten sie im Studio und spielten eine Blitzpartie (3+2). Natürlich ging es um "nichts", aber natürlich sind Partien zwischen jungen Talenten und etablierten Spielern immer spannend und ein Kampf ums Prestige. Und dieses vielleicht einmal geschichtsträchtige Duell wurde in einem Video festgehalten.
-
Bundesliga 12. Spieltag: Runde mit Überraschungen
Nach den Favoritensiegen des 11. Spieltages folgten in der zweiten vorgezogenen Runde einige unerwartete Ergebnisse. Zwar konnten sich die Top 3 Viernheim, Baden-Baden und Wolfhagen durchsetzen, doch die Niederlage von Bremen gegen Heimbach-Weis-Neuwied sowie den Sieg von Berlin gegen Düsseldorf musste man nicht unbedingt erwarten, ebenso wenig wie das klare 6:2 von Bayern München gegen Deizisau. | Fotos: Hans-Joachim Vitz, Reinhard Ahrens
-
Batsiashvili besiegt Kosteniuk und gewinnt Rapid-EM
143 Spielerinnen aus 30 Ländern kämpften am Wochenende in Monte Carlo um die Schnellschach-Europameisterschaft der Frauen. Das elfrundige Turnier nach Schweizer System führte Alexandra Kosteniuk lange Zeit an, wurde aber in der letzten Runde von Nino Batsiashvili überholt. Sie sicherte sich den Titel dank Feinwertung. Das Turnier bot außerdem einen beeindruckenden ungeschlagenen Lauf der zehnjährigen Bodhana Sivanandan und einen hart umkämpften Kampf um die übrigen Podiumsplätze. | Im Bild: Kosteniuk, Batsiashvili und die Drittplatzierte Sofio Gvetadze, Foto: Europäische Schachunion
-
Eline Roebers gewinnt Blitz-EM der Frauen
An der Blitz-Europameisterschaft der Frauen 2025 am Freitag in Monte-Carlo nahmen 127 Spielerinnen teil. Sie ermittelten die neue Titelträgerin in einem 13-rundigen Turnier nach Schweizer System mit 3+2 Minuten Bedenkzeit. Die Titelentscheidung fiel dramatisch in der letzten Runde, als die topgesetzte Eline Roebers die lange führende Bella Khotenashvili besiegte und sich damit den EM-Pokal sicherte. | Im Bild: Der Beginn der entscheidenden Partie Roebers gegen Khotenashvili, Foto: Europäische Schachunion
-
Tata Steel Chess India: So und Yip können Tabellenführung im Blitz verteidigen
Die Sieger*innen des Blitzturniers im Rahmen des Tata Steel Chess India 2026 stehen fest: Carissa Yip und Wesley So gewinnen in ihrer jeweiligen Sektion. Bereits nach den ersten 9 Runden am Vortag führten die beiden Spieler*innen die Tabellen an. Wesley So hatte seinen Turniersieg bereits nach Runde 17 von 18 sicher, während Carissa Yip nach der 18. Runde noch ein Tiebreak gegen die Inderin Vantika Agrawal spielen musste. Damit geht der erste Platz beider Sektionen im Blitz an Spieler*innen der USA. | Foto: Lennart Ootes
-
Emanuel Schiffers: Ein deutscher Schachspieler in St. Petersburg (Teil I)
Heute kennt kaum noch jemand den Namen von Emanuel Schiffers, vor allem nicht in Deutschland, aber das ist ungerecht. Seine Eltern stammten aus Aachen, und er war in den frühen 1870er Jahren der beste Spieler Russlands – bevor sein Schüler Michail Tschigorin noch besser wurde. Den nachfolgenden Generationen hinterließ Schiffers ein wunderbares Lehrwerk.
-
Tata Steel Chess India - Live!
Am Samstag, den 10.1.26, wurden bereits die ersten 9 Runden des Tata Steel Chess India Blitzturniers ausgespielt. Am Sonntag, den 11.1.26, werden die letzten Runden (Runde 10-18 + Tiebreak) ausgespielt. Nach den ersten 9 Runden am Samstag führen Wesley So und Carissa Yip ihre Sektion an. Nihal Sarin, der Sieger des Schnellschachturniers im offenen Turnier befindet sich in den Top 3, während Kateryna Lagno als Siegerin des Schnellschachturniers in der Frauensektion mit Platz 8 von 10 Anlaufschwierigkeiten zeigt. Foto: Vivek Sohani | Live mit Kommentar: ab 10:30 Uhr
-
Schachbundesliga live: Vorgezogene 12. Runde
Die Schachbundesliga geht in das dritte Wochenende mit den Runden 11 und 12. Spielorte sind Düsseldorf, Deggendorf, Bremen und Viernheim. Am Sonntag stehen spannende Begegnungen an, wie zum Beispiel das Abstiegsduell zwischen dem MSA Zugzwang und Deggendorf oder auch das Verfolgerduell Baden-Baden gegen Kirchweyhe. | Live Sonntag ab 10 Uhr
-
Bundesliga 11. Spieltag: Viernheim marschiert voran
Trotz des heftigen Winterwetters konnten alle Partien des vorgezogenen 11. Spieltages ausgetragen werden. Lediglich am Spielort Bremen fing man 1,5 Stunden später an. Insgesamt behielten die Favoriten durchgehend kühlen Kopf und gewannen ihre Kämpfe. Entsprechend verändert sich in der Tabelle relativ wenig. | Fotos: Alexandra Leib (Titelfoto v.l.n.r.: Jonas Bjerre, Shakhriyar Mamedyarov, Nikolaos Theodorou, Jan-Krzysztof Duda), Reinhard Ahrens, Jan Werner, Hans-Joachim Vitz
-
Live: Schnellschach und Blitz-EM der Frauen in Monaco
Die EM-Titel der Frauen in den schnellen Disziplinen werden vom 9. bis 11. Januar ausgespielt: Am 9. Januar fand die Blitzschach-Europameisterschaft der Frauen in Monte-Carlo statt, die von Eline Roebers gewonnen wurde. Am 10. Januar begann daraufhin die Schnellschach-EM. Nach den 5 Runden am Samstag folgen am Sonntag ab 10 Uhr die letzten sechs Runden. Von den deutschen Topspielerinnen geht nur FM Lara Schulze an den Start. | Live und mit Kommentar ab ca. 10 Uhr | Foto: ECU
-
Frisch rezensiert: 60 Minuten gegen Caro-Kann
Das Konzept der Chessbase „60 Minuten“-Kurse ist einfach: 1 Stunde Video-Kurs für knappe 10 Euro. Es gibt auch Kurse zu Mittel- oder Endspiel-Themen, die meisten Kurse stellen allerdings teilweise recht „spezielle“ Eröffnungsvarianten vor. In seinem zweiten Beitrag einer kleinen Serie stellt Jochen Schwarz hier die wichtigsten 60-Minuten-Kurse für 1.e4-Spieler gegen die Caro-Kann-Verteidigung vor.
-
Tata Steel Chess India: Carissa Yip und Wesley So führen im Blitz
Die letzten beiden Tage des Tata Steel Chess India 2026 sind für Blitzschach reserviert. In der offenen Sektion führt Wesley So vor dem letzten Spieltag, in der Frauensektion führt Carissa Yip. Wesley So führt aktuell mit 7 Punkten aus 9 Partien, hat damit einen halben Punkt Vorsprung auf Arjun Erigaisi (6,5 Punkte) und 1,5 Punkte Vorsprung auf Nihal Sarin (5,5 Punkte). Carissa Yip (6 Punkte aus 9 Partien) ist dicht gefolgt von drei Spielerinnen mit 5,5 Punkten: Stavroula Tsolakidou, Aleksandra Goryachkina und Vaishali Rameshbabu. | Foto: Lennart Ootes
-
Ellis Schatztruhe - Kreativ ins Jahr 2026 starten!
Elli und Arne starten locker ins Schachjahr 2026, mit einer kreativen Partie aus Wijk aan Zee 2020 ein, in der es darum geht, eine konkrete Drohung nicht nur zu stoppen, sondern dabei gleichzeitig die eigene Stellung aktiv zu verbessern. Der Kern der Lektion ist: nicht „Normalzüge“ nach Gefühl machen, sondern konsequent fragen „Was will der Gegner?“, „Welche Figur kann ich verbessern?“ und „Welche Abtäusche lohnen sich?“
