Am siebenten Spieltag der Saison musste die dritte Mannschaft des Naumburger SV nach Halle-Neustadt reisen, um dort gegen die zweite Mannschaft der WSG anzutreten. Beide Teams waren vor dem Spiel Tabellennachbarn,

da sie über die gleiche Anzahl an Mannschaftspunkten und auch an Brettpunkten verfügten. Schauen wir uns den Vergleich über die Deutschen Wertzahlen an, war die Favoritenrolle klar vergeben. Die Naumburger waren an sieben Brettern besser besetzt, nur am Brett 8 saßen sich gleichwertige Gegner gegenüber. Richtigerweise unterschätzten die Gäste ihre Kontrahenten nicht und begannen konzentriert zu spielen. In den Eröffnungen tat sich nicht viel. Lediglich Karoly Gabriel überraschte sein Gegenüber mit dem Eröffnungszug h4. Später kommentierte er: „Das ist neuerdings meine Lieblingseröffnung, die ich mir von ungarischen Großmeistern abgeschaut habe. Findet man zu dieser Idee die richtige Fortsetzung, kann man den Gegner in gewissem Sinne überrumpeln“. Und er fand die exakte Fortsetzung und eroberte im 15. Zug einen Springer gegen zwei Bauern. Gekrönt wurde die Partie durch einen Mattangriff auf den gegnerischen König. Recht überlegen sah die Stellung auch von Uwe Redlich am Brett 1 aus. Aber es fehlte die Durchschlagskraft, um daraus spürbares Kapital zu schlagen. Eine Punkteteilung war letztendlich das Ergebnis. Am Brett 2 sah es ähnlich aus. Keinem der Kontrahenten gelang es, entscheidende Vorteile zu erzielen und somit stand auch hier bald die Punkteteilung fest. Damit steuerte Andreas Kunz auch einen halben Punkt zum Mannschaftsergebnis bei. Peter Rösiger eroberte im Mittelspiel eine Leichtfigur, da sein Gegner den vermeintlichen Tausch eines Läufers mit Schlagen eines Bauern durch die Dame mit gleichzeitigem Turmangriff beantwortete. Übersehen hatte er allerdings, dass der Naumburger den Läufer zurückziehen und gleichzeitig den Turm decken konnte. Nun wurde zusätzlich die Dame des Halleschen Spielers vom Jäger zur Gejagten. Mit Dameverlust war die Partie nicht mehr zu halten und Peter Rösiger gewann die Partie. Etwas unwohl fühlte sich Simeon Scharf. Sein Gegner verfügte über einen Freibauern, der durch einen gleichfarbigen Läufer gedeckt werden konnte. Dass das Vorrücken des Bauern wegen eines andersfarbigen Läufers nicht erfolgen konnte, verschaffte dem Naumburger nicht die notwendige Ruhe. Beide Spieler einigten sich auf Remis und gewannen damit einen halben Punkt. Der Zwischenstand lautete aus Naumburger Sicht 3,5 zu 1,5. Nun fehlte noch ein halber Punkt und zumindest war das Mannschaftsunentschieden gesichert. Siegmund Reimer war es vergönnt, diesen halben Punkt beizusteuern. Eine recht ausgeglichene Partie endete ebenfalls mit Punkteteilung. Und an zwei Brettern wurde noch gespielt. Hans Hauke fand die richtigen Züge, um seinem Gegner „die Luft aus dem Segel zu nehmen“. Mit dem gewonnenen halben Punkt stand nun der Mannschaftsgewinn fest. Nun wurde am Brett 6 nur noch für sich gespielt. Uwe Romberg stand aus seiner Sicht etwas besser, ohne dass er das in einen entscheidenden Vorteil ummünzen konnte. Die Punkteteilung war auch hier das folgerichtige Resultat. Die Naumburger gingen verdient als Gewinner vom Platz und kletterten vom Rang 7 auf 5 der Tabelle. Da auch der Tabellenletzte, der Reideburger SVIII, gegen Merseburg III gewinnen konnte, ist eine ähnlich konzentrierte Spielweise der Naumburger für die Runden 8 und 9 erforderlich, um sicher und aus eigener Kraft in der Bezirksliga bleiben zu können.

 

Einzelergebnisse:

WSG Halle-Neustadt II

1399

3.0 : 5.0

Naumburger SV III

1527

1

Jessen,Helmut

1503

0.5 - 0.5

Redlich,Uwe

1616

2

Lang,Klaus

1514

0.5 - 0.5

Kunz,Andreas

1599

3

Ruhs,Joachim

1444

0 - 1

Gabriel,Karoly

1552

4

Grunewald,Mitko

1326

0.5 - 0.5

Scharf,Simeon

1521

5

Schöler,Wilfried

1478

0.5 - 0.5

Hauke,Hans

1617

6

Wagner,Malte

1393

0.5 - 0.5

Romberg,Uwe

1478

7

Knipl,Vaclav

1272

0 - 1

Rösiger,Peter

1529

8

Heinrich,Thomas

1265

0.5 - 0.5

Reimer,Siegmund

1306

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