Zur 10. und 11. Runde der Oberliga empfing der Naumburger SV, diesmal erstmalig im stilvollen kleinen Ratskellersaal, die beiden hessischen Vereine vom SC König Nied und den Wiesbadener SV. Nachdem der Abstieg der Burgenländer bereits feststand, wollten sich die NSV-Akteure nochmal würdig aus der Oberliga verabschieden - und um es vorwegzunehmen, das sollte diesmal auch gelingen!


Am Samstag konnte man gegen das Team von Nied, einem Ortsteil Frankfurts, erstmals auf "Edeljoker" Volkmar Huth zurückgreifen und das gab der Mannschaft gewisse Stabilität! Nach 1,5 Stunden erreichte Jens-Frieder Mükke ein ganz sicheres Remis. Wenig später dann eine weitere Punkteteilung im Turmendspiel bei Bernd Rößler. An allen anderen Brettern mußte jetzt hart gekämpft werden! Julius Heinrich stand unter schwerem Stellungsdruck, Matthias Will hatte in geschlossener Stellung eine Qualität "hingestellt" und die anderen Spieler mußten deshalb konzentriert zu Werke gehen. In der Zeitnotphase gingen die Domstädter dann nach knapp 4 Stunden aber in Führung, denn das Naumbuerger Spitzenbrett, Sebastian Schmidt-Schäffer, hatte im Königsangriff eine entscheidende Bresche geschlagen! Eine halbe Stunde später mußte Samuel Gering im Turm-ungleiche Läufer-Endspiel ins Remis einwilligen, aber bei 2 Mehrbauern war hier sicherlich mehr drin. Nachdem Matthias Will nach 5 Stunden sein Leichfiguren-Endspiel mit Minusbauern glücklich halten konnte (er hatte die Qualität in der Zwischenzeit "zurückerobert"), keimte bei den Domstädtern Hoffnung auf einen Mannschaftssieg auf! Jens Härtig brauchte 5 Stunden, um sich in einer Art "Festung" im Leichtfiguren-Endspiel sicher zu behaupten. So stand es 3,5:2,5 für den NSV und man brauchte nur noch einen Punkt aus den restlichen 2 Partien! Volkmar Huth verteidigte sich ständig aktiv am Damenflügel und nach mehr als 5,5 Stunden mußte sein Kontrahent die Gewinnversuche am Königsflügel entgültig einstellen und sich mit einem Dauerschach begnügen. So war mal wieder Julius Heinrich der letzte Aktive an Brett! Er hatte sich mittlerweile aus dem Würgegriff befreit und seinerseits einen Gegenangiff gestartet. Letztlich kam es zu einem schwierigen Endspiel, was er aber bravorös spielte und nach knapp 6 Stunden war dann das Remis unterschrieben!
Der Naumburger SV kann tatsächlich noch gewinnen und holt mit dem knappen, aber mannschaftlich geschlossenen 4,5:3,5 verdient gegen König Nied seinen ersten Saisonsieg!
Am Sonntag traf man dann auf den Wiesbadener SV. Diese Mannschaft war in bärenstarker Aufstellung an die Saale gereist und der NSV bekam diesmal seine Schranken aufgezeigt! Zuerst fing alles noch "friedlich" an, denn Bernd Rößler blieb nach dem Remis auch in seiner 10. Saison-Partie ungeschlagen - eine starke Leistung des Burgscheidungers im Dienste der Domstädter! Weitere solide Punkteteilungen bei Jens Härtig und Andreas Fritsch erfolgten nach 2 Stunden. Andreas Schlag hatte mit einer schönen Kombination eine Figur für einen Bauern gewonnen und ließ sich nach 2,5 Stunden die Butter nicht mehr vom Brot nehmen! So führte der NSV zwischenzeitlich mit 2,5:1,5, aber die restlichen Bretter verhießen nicht Gutes, denn die Gegner dominierten die Stellungen. So kam es, wie es kommen mußte - sowohl Sebastian Schmidt-Schäffer nach knapp 3 Stunden, als auch Julius Heinrich und Matthias Will konnten ihre Partien nicht halten. Samuel Gering kämpfte noch über 4 Stunden im Turm-Leichtfiguren-Endspiel, aber gegen die Spielstärke eines Internationalen Meister war diesmal kein Kraut gewachsen. Die Domstädter unterliegen dem Wiesbadener SV damit mit 2,5:5,5.
Eine durchwachsene Oberliga-Saison kann vom Naumburger SV somit aber insgesamt versöhnlich abschlossen werden, auch wenn man mit 3 Mannschaftspunkten Tabellenletzter bleibt!
Besonderer Dank gilt diesmal der Naumburger Stadtverwaltung zur Bereitstellung der idealen Spielstätte und dem Team des Ratskellers für das geschmackvolle Catering!

Brettergebnisse am Samstag gegen SC König Nied:
1.Brett: Hendrik Zimmermann (DWZ 2261) - Sebastian Schmidt-Schäffer (2332)  0:1
2.Brett: FM Jochen Wege (2249) - Julius Heinrich (2093)  Remis
3.Brett: Patrick Chandler (2094) - Samuel Gering (2080)  Remis
4.Brett: FM Oliwer Uwira (2142) - Volkmar Huth (2111)  Remis
5.Brett: Gerd Graf (2232) - Jens Härtig (2109)  Remis
6.Brett: Sven Perlitz (2009) - Matthias Will (1944)  Remis
7.Brett: Christof Goll (1954) - Jens-Frieder Mükke (2021)  Remis
8.Brett: Peter Bittner (1778) - Bernd Rößler (1981)  Remis

Brettergebniss am Sonntag gegen Wiesbadener SV:
1.Brett: Sebastian Schmidt-Schäffer (2332) - IM Krzystof Chojnacki (2377)  0:1
2.Brett: Julius Heinrich (2093) - FM Andrej Dubkov (2316)  0:1
3.Brett: Samuel Gering (2080) - IM Julian Geske (2320)  0:1
4.Brett: Andreas Fritsch (2016) - Jens Gottschalk (2245)  Remis
5.Brett: Jens Härtig (2109) - FM Ulrich Nehmert (2152)  Remis
6.Brett: Matthias Will (1944) - Samuel Minor (2209)  0:1
7.Brett: Bernd Rößler (1981) - Felix Kayser (2102)  Remis
8.Brett: Andreas Schlag (1885) - Florin-Ioan Ungurean (1972)  1:0

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