Es ist schon eine liebgewonnene Tradition geworden, daß der Naumburger SV seine Saison mit einem freundschaftlichen Vergleichskampf gegen die Starnberger Schachspieler abschließt! Jährlich wechselnd in Starnberg bzw. Naumburg organisieren die seit langem befreundeten Ärzte Ulrich Fincke und Jens-Frieder Mükke dieses Mai-Wochenende, bei denen natürlich das gesellige Beisammensein und die Kultur nicht zu kurz kommen!


Letztes Jahr mußte eine Zwangspause eingelegt werden, da Jens-Frieder Mükke sich von einem schweren Unfall erholte und umso mehr Freude war am Freitag Abend beim Wiedersehen am Naumburger Bahnhof bei allen Anwesenden zu spüren!

Mit leichter Verspätung ging es dann nach dem Grillen im Euroville zum Blitz-Turnier, welches auf 9 Runden Schweizer System "gekürzt" wurde. Hier siegten die Gäste deutlich und verdient in Person des DWZ-stärksten Spielers, Sebastian Finsterwalder, mit 7,5 Punkten! Platz 2 mit 6,5 Zählern und somit bester Domstädter wurde Matthias Will, der selbst nicht wußte, wie ihm geschah . Der Dritte Platz ging mit Benjamin Wetzel und 6 Punkten wiederum an die Starnberger.

Der Samstag begann ganz individuell mit viel Kultur (Stadtmuseum Hohe Lilie, Galerie am Schlösschen, Orgel um 12 in der Wenzelskirche oder Besuch der Neuenburg). Entspannt ging es dann am Nachmittag in den immer knappen Vergleichskampf auf Augenhöhe an 8 Brettern mit 1 Stunde Bedenkzeit. Die Naumburger hatten "streng nach Wertzahl" aufgestellt, worauf die Starnberger mit einer "taktischen" Aufstellung reagierten.
Nach anfänglichen Abtasten ging es dann an allen Brettern ordentlich zur Sache! Zuerst trennten sich an Brett 8 Rüdiger Bentz und Hans Hauke Remis. Ein weiteres Unendschieden bei Ulrich Fincke und Jens Schmeisser an Brett 7 war jetzt unvermeidlich, da sich die Kräfte auf dem Brett neutralisierten. Den ersten vollen Punkt für die Domstädter holte nach einer Stunde Andreas Schlag gegen den tapfer kämpfenden Anton Czarnach. So war Ulrich Sperber praktisch gezwungen, sein aktiveres Turmendspiel gegen den Domstädter Frank Mächler auf Gewinn zu spielen, was im kurze Zeit später auch gelang. Nun ging es Schlag auf Schlag, denn die Bedenkzeit wurde überall enger! Die Starnberger gingen mit 3:2 in Führung, als Bernd Rößler mit dem Zug Springer nach e1 ein "Selbstmatt" kreierte, welches von Sebastian Finsterwalder mit Dame nach f1 dankbar "beantwortet" wurde! Der Kampfgeist der Domstädter wurde dadurch aber eher "angestachelt" und zeigen sollte sich das bei der Partie von Jens-Frieder Mükke gegen Benjam Wetzel! Der NSV-Akteur war von Anfang an durch ein Bauernopfer mit dem König im Zentrum schwer unter Druck geraten. So blieb für den Monarchen faktisch nur eine spektakuläre "Flucht nach vorn". Aber manchmal mutiert die im Schach eigentlich schutzbedürftigste Figur eben doch zum Matchwinner im Endspiel! Am Spitzenbrett konnte Jens Härtig nun in Zeitnot gegen Achim Flemming eine dynamische Position zum Sieg verdichten! So blieb es Matthias Will kurze Zeit später gegen Georg Uffelmann in einem leicht besseren Springer-Endspiel vorbehalten, seinen Freibauern zum Mannschaftssieg zu führen.
Die Naumburger gewinnen somit knapp mit 5:3 gegen die Starnberger Schachfreunde. Das war für einen guten Gastgeber natürlich "unhöflich", aber darauf konnte nun wirklich keine Rücksicht genommen werden !
Am Abend wurden dann aber wieder gemeinsam bei indische Köstlichkeiten ausgiebig geplaudert und die Gesprächsthemen waren nicht nur schachlicher Natur, da sich auch einige Domstädter Schach-Partnerinnen dazugesellt hatten !
Der Sonntag führte die Gäste dann in den Naumburger Dom. Die in Stein gemeißelten schachspielenden Affen im Ostchor zogen "naturgemäß" das erste Interesse auf sich, aber es blieb natürlich noch genug Zeit, das Weltkulturerbe mit all seinen Schätzen zu erleben.
So war man sich am Nachmittag bei Abfahrt des Zuges einig, daß ein schönes Wochenende wieder viel zu schnell vergangen war!

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